nun endlich ein zweiter eintrag in den blog, der viel zu lang brach lag. seit tagen geht die sonne nicht unter und scheint mir ins gesicht. den rest des körpers muss ich aber noch immer meist verdecken, um den wind zu wiederstehen. der kalte luft von norden bringt. so beweg ich mich nun durch die stadt immer an der küste entlang und finde kaum zeit zur kontaktaufnahme mit der weiten welt und berlin.
so mag es auch den meisten isländern gehen, die – so stolz auf ihr land- nicht nach rechts oder links schauen mögen.
der starke boom im land bringt eine aufbruchstimmung die einen an die industrialisierung in europa erinnern könnte, hätte man sie miterlebt. überall wir gebaut – hotels, büros, wohngebäude- aber eben auch industriegebäude. dies beschränkt sich im moment auf energiekraftwerke mit dem zubehör und aluminiumverarbeitende betriebe. ein riesiges aluminiumwerk befindet sich gearde im bau. obwohl es bereits zwei grüne parteien gibt, kann das land sich nicht gegen die grosse macht des geldes wären. so haben sich freie gruppen gebildet, um die natur vor den menschlichen ideen zu schützen. eine davon ist – saving iceland.is – , die ein camp organisiert haben, um die kämpfer der ganzen welt gegen das aluminiumwerk zu vereinen.
um das camp zu finanzieren gab es gestern ein konzert im nasa. soweit ich das überblicken kann DIE konzertlocation in der stadt. neben etwa 10 anderen bands stand mum als headliner auf dem programm. also ging das konzert nicht an mir vorbei. an dieser stelle folgt also die weiterführung meiner recherche zur tanzkultur islands. und ich muss mich sofort selbst berichtigen. nach einem etwas lauen beginn mit schülerbands kam eine ? tja ? metalband? vielleicht- auf die bühne, dessen frontmann es wirklich geschafft hat, die nahezu schlafenden konzertgänger wach zu rütteln und in die erste reihe vor die bühne zu jagen. es wurde wild getanzt- man kann es kaum glauben. von da an haben sich nur noch wenige leute wieder gesetzt. die stimmung war zum kochen. tja politische aktionen entwickeln schon eine ganz besondere kraft- oder? grandios! aber ich hätte nie gedacht, dass ich mal wieder zwischen das rasterbehaarte, pogende volk gerate. schön wars! und so ging wieder eine nacht mit wenig schlaf vorbei.
Juli 12, 2007 um 8:36
…auf der Suche nach den Umweltaktivisten bin ich auf Folgendes gestossen:
http://www.youtube.com/watch?v=gfqprPOfMpQ
Die Seite heisst übrigens http://www.savingiceland.org
Na, aber da hat man doch schon die Basis für tolle Parties draussen! Nur die Musikrichtung muss sich noch etwas mehr zu naturnahem und ökologisch sinnvollem Goa entwickeln, dann ist doch alles schick!
Liebe Grüße aus B.
G.